KULTURANLEITUNG GURKEN
Ursprünglich stammt die Gurke aus warmen Regionen, vermutlich aus Indien und Afrika.
Den alten Griechen und Römern war sie bereits bekannt.
Die Gurke ist eine einjährige Pflanze und verträgt wegen ihrer Herkunft kalte Temperaturen sehr schlecht.
Die Pflanzen bilden Ranken aus und müssen oft mit Kletterhilfen versehen werden.
Was es sonst noch alles beim Gurkenanbau zu beachten gibt, erfahren Sie in dieser Kulturanleitung für Gurken.
GUTE WACHSTUMSBEDINGUNGEN FÜR GURKEN
Der Anbau von Gurken ist nicht schwer und gelingt auch in Kübeln, bei kleineren Sorten sogar in Ampeln.
Achten Sie aber darauf, dass Ihre Gurkenpflanzen an einem sonnigen Standort wachsen und gleichmäßig mit Wasser versorgt werden.
Eine zu geringe Wasserversorgung quittieren Gurkenpflanzen umgehend mit dem Abstoßen von Knospen, zudem treten dann schnell Nekrosen an den Blättern auf.
Für den Kulturerfolg sind Tagestemperaturen von 18 bis 22 °C notwendig.
Nachts darf die Temperatur nicht unter 12 °C fallen, da es sonst zu Wuchshemmungen kommt.
Bereits bei Temperaturen unter 5 °C erleiden Gurken Kälteschäden, von denen sie sich nicht mehr erholen.
BLÜTENBILDUNG BEI GURKEN
Die Blüten bilden sich bei Gurken erst, wenn die Temperaturen Tag und Nacht über 15 °C liegen.
Bei kalter Witterung kommt es vor, dass erst sehr spät Blüten angesetzt werden.
Von Natur aus haben Gurken männliche und weibliche Blüten.
Zunächst werden nur einige männliche Blüten gebildet.
Wenn die Pflanze ausreichend kräftig ist, bildet sie auch weibliche Blüten.
Man erkennt sie an ihrem Fruchtknoten, der schon wie eine kleine Gurkenfrucht geformt ist.
Regelmäßiges Ernten fördert die Bildung neuer Blüten.
WARUM GURKEN MITUNTER BITTER WERDEN
Unter extremen Stressbedingungen bilden manche Gurkenpflanzen jene Abwehrstoffe, die bitter schmecken, leider trotz langjähriger züchterischer Fortschritte.
Zu den auslösenden Stressbedingungen zählen:
- Wassermangel durch trockenen Boden und Hitze
- starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht
- Feucht-kühle Witterung
- Überdüngung mit Stickstoff
- Mechanische Beschädigungen (z. B. durch Insektenbefall)
Verbessern sich die Bedingungen im Laufe des Erntezeitraums, bilden die Pflanzen Früchte aus,
die weniger oder gar nicht mehr bitter schmecken.